Millionen für Kultur, Sport und die AHV

Der Verfassungsartikel 106 BV und das Geldspielgesetz stellen sicher, dass die Reinerträge der Lotteriegesellschaften vollumfänglich für Kultur, Soziales und Sport sowie ein grosser Teil der Erträge der Spielbanken für die AHV verwendet werden. Heute stehen für diese Zwecke rund eine Milliarde Franken pro Jahr zur Verfügung. Sollen diese dringend benötigten Mittel aus dem legalen Geldspiel gesichert werden, muss das wachsende illegale Angebot eingedämmt werden, so wie es das Gesetz vorsieht.
2016 haben die Lotteriegesellschaften Swisslos und die Loterie Romande zusammen 636 Millionen Franken an die kantonalen Mittelverteilfonds und über die Sport-Toto-Gesellschaft an die nationalen Sportverbände überwiesen. Jedes Jahr profitieren über 12‘000 Projekte und Institutionen von den Reingewinnen der Lotteriegesellschaften. Es handelt sich um grosse und kleine Unterstützungsbeiträge. Ein grosser Benefiziar ist Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, der 2017 über 46 Millionen Franken erhielt und damit mehr als die Hälfte seines Budgets bestreitet. Auf der anderen Seite kann der Leichtathletikclub Vétroz im Wallis erwähnt werden, der 2016 für die Finanzierung von acht Hürden und vier Startblöcke 486 Franken erhielt.
Einen ebenfalls substanziellen Betrag leisten die Schweizer Spielcasinos für die AHV: 2016 erreichten alle 21 konzessionierten Spielbanken zusammen einen Bruttospielertrag von 690 Millionen Franken. Aus den 5 Millionen Casinobesuchen resultierte eine Spielbankenabgabe von 323 Millionen Franken; davon flossen 276 Millionen Franken in die AHV und 47 Millionen Franken gingen an die Standortkantone der B-Spielbanken (siehe Swisslos, Loterie Romande).
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