Spielsuchtbekämpfung und -prävention

Die Kantone haben dem Schutz der Bevölkerung vor sozialschädlichen Auswirkungen der Geldspiele schon immer sehr grosse Beachtung geschenkt. Aus eigenem Antrieb haben die Kantone die Spielsuchtabgabe eingeführt. Seit dem 01.01.2007 entrichten die Lotteriegesellschaften den Kantonen eine Spielsuchtabgabe. Diese entspricht 0,5 Prozent des im jeweiligen Kanton erzielten Bruttospielertrags. Der Gesamtbetrag beträgt rund CHF 4,5 Mio. pro Jahr und wird von den Kantonen gezielt zur Prävention und Spielsuchtbekämpfung eingesetzt. Jährlich erstellen die Kantone einen Bericht über den Einsatz der Spielsuchtabagabe.

Neu verpflichtet auch das Geldspielgesetz die Kantone (Art. 85 BGS), Massnahmen zur Prävention von exzessivem Geldspiel zu ergreifen sowie Beratungs- und Behandlungsangebote für spielsuchtgefährdete und spielsüchtige Personen und für deren Umfeld anzubieten.

Zudem ist die Lotterie- und Wettkommission (Comlot) vor der Erteilung jeder Spielbewilligung verpflichtet, das Suchtpotenzial der betreffenden Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele zu prüfen und falls nötig, Auflagen im Interesse der Spielsuchtprävention und des Jugendschutzes zu verfügen.

Die Loterie Romande und die Swisslos investieren seit Jahren eigenständig erhebliche Mittel für Präventionsmassnahmen und weisen entsprechende Zertifikate internationaler Branchenverbände auf. Neu verpflichtet sie das Gesetz (Art. 71ff BGS) angemessene Massnahmen zu treffen zum Schutz der Spielerinnen und Spieler vor Spielsucht und vor dem Tätigen von Spieleinsätzen, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen und Vermögen stehen (exzessives Geldspiel).

Zudem müssen die Spielbanken und die Veranstalterinnen von Grossspielen ein Sozialkonzept (Art. 76ff BGS) erstellen. Dies muss unter Berücksichtigung des Gefährdungspotenzials der Spiele und der Merkmale des Vertriebskanals, Massnahmen zum Schutz der Spielerinnen und Spieler vorsehen.

Die nun im Geldspielgesetz vorgesehenen Massnahmen stellen einen wirkungswollen Schutz vor exzessivem Geldspiel sicher.
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